Reisen unter widrigen Umständen

Warum müssen die denn zu Pandemiezeiten in Urlaub fahren?

Die Einen fahren in den Urlaub um zu feiern, sich zu entspannen oder sich zu amüsieren, die Anderen jedoch fahren nach Hause, weil sie ihre Familie über einen langen Zeitraum nicht mehr sehen konnten. Wenn sich dann endlich wieder eine Möglichkeit ergibt, sollte man diese auch wahrnehmen. Man weiß nie, was kommt. Schlimmer geht immer!

Singapur, die Löwenstadt, mehr als 10000 km entfernt, war über einen längeren Zeitraum quasi abgeriegelt. Die unklare Lage während der Pandemie mit ständig schwankenden Inzidenzen war der Anlass. Mittlerweile merken wir alle, dass uns das Corona-Virus wohl noch eine ganze Weile begleiten wird. Vielleicht für immer und in verschiedenen Varianten und Mutationen. Somit ist es an der Zeit, Wege zu erörtern, die ein Leben mit dem Virus ermöglichen und trotzdem die Kontrolle über den Verlauf der Pandemie zu behalten.

Singapur hat nun ein Konzept erarbeitet, welches es ermöglicht in das Land einzureisen, ohne dass man sich zu Beginn in Quarantäne begeben muss. Diese war in der Vergangenheit in Singapur Pflicht. Bis zu 3 Wochen in einem Hotel oder anderer Isolation mit ständigen Tests, ermöglichte es bestimmten Personengruppen in Singapur einzureisen. Wenn man nur wenige Tage Urlaub hat, ist diese Variante natürlich fast unmöglich und nicht praktikabel.

Das hat sich nun für Personen aus bestimmten Ländern geändert. In einem Pilotprojekt wird es nun Personen aus Brunei und Deutschland (weitere Länder sollen folgen) gestattet, in Singapur einzureisen jedoch unter strikten Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen.

Hier einige Bedingungen, die erfüllt sein müssen (Stand SEP/04. OKT 2021).

  • Die letzten 21 Tage hat man sich kontinuierlich im Abreiseland aufgehalten
  • Nur gesunde Menschen dürfen fliegen
  • Vollständige Impfung gegen das Virus mit bestimmten, festgelegten Impfstoffen erforderlich
  • Nachweise der Impfung in englischer Sprache durch ein anerkanntes Zertifikat mit festgelegten Kriterien
  • Bedingungen für bestimmte Personen sind unterschiedlich. Antragstellung für Singapurer oder PR weichen von Bedingungen und Verfahrensweise gegenüber Touristen ab. Als Beispiel kann hier z.B. die Notwendigkeit einer Versicherung mit bestimmtem Deckungsgrad genannt werden.
  • Nachweis negativer PCR-Test vor Abflug (Fristen beachten).
  • Nur Direktflug mit bestimmten Fluglinien möglich.
  • Nur Flüge unter der VTL (Vaccinated Travel Lane) dürfen genutzt werden.
  • Bei Ankunft in Singapur wird unmittelbar am Flughafen ein weiterer PCR-Test durchgeführt. Dieser muss schon im Vorfeld angemeldet/gebucht und bezahlt worden sein. Nur gewisse Tätigkeiten innerhalb des Flughafens sind möglich. Man muss sich bis zum Erhalt des PCR Testergebnisses isolieren. Das kann bis zu 24 Stunden dauern. Gewisse Voraussetzungen, welche Örtlichkeiten hierzu in Frage kommen, sollten im Vorfeld abgeklärt werden. Man muss sich unmittelbar nach der Testung per festgelegten Verkehrsmitteln in die beantragte Unterkunft begeben.
  • Die APP zur Kontaktnachverfolgung muss installiert und aktiviert sein. Alternativ kann/muss man ein Token mit sich führen welches das Ein/Aus Checken auch ohne Telefon ermöglicht.
  • Sobald man die Nachricht über ein negatives PCR-Testergebnis erhalten hat, kann man seinen Tätigkeiten in Singapur nachgehen.
  • Bei unserer Reise waren weitere PCR-Tests am Tag 3 und Tag 7 des Aufenthaltes verpflichtend. Das wird sich zukünftig ändern.
  • Maskenpflicht besteht fast überall.

Hat man nun alle diese Hürden überwunden, kann man sich in Singapur fast uneingeschränkt bewegen. Man sollte sich jedoch immer informieren, welche aktuellen Beschränkungen bestehen. Hier ist besonders auf die Kontaktbeschränkungen zwischen einzelnen Personen zu achten. Während unseres Aufenthaltes wurde diese verschärft. So durften z.B. nur 2 Personen gemeinsam Essen gehen. Alle Infos bekommt man bequem über das Internet. Die ständig mitgeführte APP zeigt auch den aktuellen Impfstatus an. Somit steht auch dem Besuch von Restaurants nichts entgegen, abgesehen von der Personenbeschränkung.

Es wird generell erwartet, dass man seine sozialen Aktivitäten auf das notwendigste beschränkt um sich und andere zu schützen. Wie auch bei uns, zählen Kinder und nicht geimpfte Personen zu den Risikogruppen.

Wir konnten die Familie besuchen, was für uns wichtig ist. Da wir zu zweit waren, passte es immer. In den meisten Fällen war es erlaubt, 2 Besucher pro Tag zu empfangen.

Wir haben uns an die bestehenden Regeln gehalten. Das fiel uns auch in der Basis nicht schwer. Lediglich das Treffen von Freunden in größeren Personengruppen mussten wir auf das nächste Mal verschieben.

Wer Singapur schon ein wenig lieben gelernt hat, der weiß das man selbst „Local Food“ ohne Probleme online bestellen und nach Hause liefern lassen kann. Das Essen war nie kalt und in sehr kurzer Zeit da. Sollte man den Weg zum Einkaufen in den Supermarkt scheuen, so kann man auch hier auf Lieferdienste zurückgreifen, die in Zeitfenstern von 3 Stunden zuverlässig liefern.

Generell sollte man jedoch mit der Verwendung von digitalen Medien vertraut sein, um problemlos durch den Alltag in Singapur zu kommen.

Ab dem 19. Oktober werden die Bedingungen für die VTL nun Stück für Stück erweitert. Es ist angeraten genau zu prüfen, welche Bedingungen erfüllt werden müssen.

Hier einige nützliche Links
Informationen zur aktuellen Covid-19 Situation in Singapur.
Sicheres Reisen mit der VTL (Vaccinated Travel Lane).

Lau Pa Sat – Satay

I like Satay – Sticks. I tried many different places in Singapore.

My favourite place to get nice Satay, Ketupat, Timun, Onions and a cold Jug of „Tiger Beer“ is at

Lau Pa Sat Singapore.

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Laryngospasmen

Eine der wohl schlimmsten Erfahrungen, die ich im Zusammenhang mit der Krankheit SBMA machen mußte, sind die Stimmritzenkrämpfe, sogenannte Laryngospasmen, die umgangssprachlich  auch  als „dry drowning“ (übersetzt „trockenes Ertrinken“) bezeichnet werden.

Hierbei kommt es zu einem Verschluss der Atemwege. Eigentlich als Schutzfunktion gedacht, verschließen sich die Atemwege um ein Eindringen von jeglichen Fremdkörpern in die Luftröhre zu verhindern. Bei der SBMA scheint diese Funktion verändert, sodaß die Auslösung des Krampfes, die Dauer und Intensität, von anderen Faktoren abzuhängen scheint.

Jeder kennt bestimmt diese Art Albträume, wo man plötzlich nicht mehr atmen kann, dann aufwacht und sich freut, dass alles nur ein Traum war.

Aber was ist, wenn man aufwacht und trotzdem nicht atmen kann…. ?

Meinen ersten Laryngospasmus (ich nenne ihn mal zärtlich Laryngo), hatte ich Jahre vor meiner Diagnose SBMA.  Ich wachte nachts auf und konnte weder ein noch ausatmen. Ich setzte mich aufrecht auf die Bettkante und rang verzweifelt nach Luft, was aber leider nicht funktionierte sondern nur  schmatzende Geräusche in der Kehlkopfgegend verursachte. Meine Frau war mittlerweile auch wach geworden und versuchte mir verzweifelt zu helfen bzw. überhaupt festzustellen was los war. Ich wußte nicht was es war, was diesen Zustand hervorgerufen hatte und vor allem wußte ich nicht, wie lange dieser Zustand noch anhalten würde. Ich rannte ins Badezimmer und hielt meinen Kopf über das Waschbecken in der Hoffnung, mir würde etwas aus dem Mund laufen zusätzlich zum Speichel vielleicht Blut oder Ähnliches. Nach gefühlten Minuten gelang es mir ein wenig Luft durch die Nase einzuatmen, das Problem war nur, dass ich nichts ausatmen konnte und mein Brustkorb sich zum Platzen gespannt anfühlte. Anscheinend hatte ich mit dem letzten Atemzug vor dem Krampf noch einmal fast voll eingeatmet. Somit hatte ich das Gefühl, das nichts mehr reinging an Luft. Ich versuchte Luft durch den Mund auszuatmen. Das funktionierte jedoch auch nicht. Nach weiteren gefühlten unendlichen Sekunden gelang es mir etwas Luft durch die Nase loszuwerden. Sofort versuchte ich natürlich wieder frische Luft durch die Nase einzuatmen. Ich spürte, das ganz langsam ein wenig Luft durch die Nase ein und ausgeatmet werden konnte. Mit jedem Versuch ein wenig mehr. Dann war es endlich vorbei. Ich konnte auch durch den Mund langsam wieder ein und ausatmen. Ich vermutete eine Art Asthmaanfall erlitten zu haben obwohl ich eigentlich nie mit einer Asthmaproblematik zu tun gehabt hatte. Der Arzt vermutete eine Art Refluxproblematik bei der Magensäure durch die Speiseröhre zurück in den Halsbereich läuft und dann als Schutzfunktion der Laryngo ausgelöst würde. So war es leider nicht und ich hatte auch kein Sodbrennen, was charakteristisch bei einem Reflux gewesen wäre.

Leider traten diese Krämpfe nun immer häufiger auf. Ich hatte Nächte wo ich bis zu 5 Mal mit dieser Art von Krämpfen aufgewacht bin und dann einfach nicht mehr einschlafen wollte, immer in der Angst vor einem erneuten Krampf. Ich habe dann teilweise im Sitzen in einem Sessel geschlafen. Die Stimmritzenkrämpfe sollten fortan nicht nur in der Nacht sondern auch während des Tages auftreten. Mal massiv, mal weniger intensiv oder auch nur einseitig. Ich habe nur wenig Einfluss darauf, kann jedoch Maßnahmen für mich ergreifen, die mir helfen, nicht in Panik zu verfallen und den Krampf so gut wie möglich zu überstehen. Hier spielen natürlich auch andere Faktoren eine Rolle. So hatte ich zum Beispiel einmal einen Krampf während einer Taxifahrt. Die größte Angst bestand eigentlich darin, daß der Taxifahrer während der Fahrt Panik bekommen würde mit dem Gedanken, ich würde in seinem Taxi ersticken. Diese Art von Erstickungsanfällen sind in der Öffentlichkeit für Außenstehende natürlich ebenfalls sehr erschreckend.

Wodurch und wann werden diese Krämpfe nun bei mir ausgelöst:

  • Bei  trockenem Hals.
  • Bei hoher nervlicher Anspannung
  • Beim Essen/Trinken  von z.B. scharfen Speisen oder Getränken.
  • Beim Essen von krümeliger Nahrung.
  • In chloriertem  Wasser beim Schwimmen.
  • Im Schlaf ohne Maskenbeatmung in ungünstigen Schlafpositionen.
  • Beim Zahnarzt wenn Flüssigkeit oder kleine Fremdkörper in den hinteren Zungenbereich gelangen.
  • Bei Überanstrengung.
  • Bei längeren unveränderten Sitzpositionen z.B. Kino.

u.s.w.

Nachdem ich schließlich wußte, worum es sich bei diesen Krämpfen handelt, konnte ich mich noch besser darauf einstellen und versuchen diesen auch bedingt vorzubeugen. Die Logopädie spielt hier als Therapieunterstützung eine wichtige Rolle. Mir wurden Übungen gezeigt, die es ermöglichen, die durch die SBMA beeinträchtige Muskulatur speziell auch die Schlundmuskulatur und Zungenmuskulatur zu trainieren und somit die Intensität der Krämpfe etwas zu verringern. Einige Übungen kann man hier nachlesen.

Zusätzliche Infos gibt es auch im Blog der KDA (Kennedy’s Disease Association) im Blog:

Living with Kennedy‘ s Disease„.

Auch auf YouTube findet man hier eine anschauliche Erklärung.

Rare Disease Day 2021

Auch in diesem Jahr vereinen sich am letzten Tag im Februar Menschen auf der ganzen Welt, um auf seltene Krankheiten hinzuweisen. Der RARE DISEASE DAY ist zu einer weltweiten Bewegung geworden. Als „Rare Disease“ bezeichnet man Krankheiten, die nur einen kleinen prozentualen Anteil der Weltbevölkerung betreffen. Dazu gehört auch die „Spinobulbäre Muskelatropie vom Typ Kennedy“! Hier geht es zum Datenbanklink der Organisation! #kennedysdisease

Leben mit SBMA oder auch Kennedy's Disease
Das Leben mit einer unheilbaren Erkrankung. Hier SBMA Typ Kennedy oder auch Kennedy’s Disease.